EASY BEATLES

IRRESISTIBLE IN-SOUNDINTERPRETATIONS FROM THE 60s AND 70s


Hier kommt die beste Beatles-Coverversion-Compilation, die es je gab! Warum? Wir sagen nur: Now Sound! Jet Set Music! Space Age Pop! Easy Listening! Soul Jazz! Vocal Jazz! Und wir sagen: Gary McFarland, Gershon Kingsley, The Sandpipers, Ella Fitzgerald, Nancy Wilson, Shirley Scott. Alles und noch viel mehr auf einer CD, alles von den Fab Four. So was gab’s noch nie! Mit informativen und kurzweiligen Track-by-Track-Linernotes in einem umwerfend schicken Artwork. Noch Fragen? Dann lesen Sie den gesamten Begleittext:


>> Die Beatles sind die Größten. Sie sind für immer und ewig die Könige des Pop. Man kann es nicht besser machen … Nicht besser? Vielleicht. Aber anders! Und das taten auch unzählige und aberunzählige Musiker. Und sie tun es bis heute. Ob in Country, Reggae oder im Walzertakt ­− wenn es um Beatles-Interpretationen geht, ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Der heftigste Output an Coverversionen erfolgte zu Zeiten, als die Beatles noch zusammen waren. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre und am Anfang der Siebziger ließ es sich praktisch kein Unterhaltungs- und/oder Jazzmusiker nehmen, mindestens ein Stück der Fab Four in sein Repertoire aufzunehmen. Viele nahmen auch ganze Platten auf, auf denen ausschließlich Beatles-Stücke verbraten wurden. Darunter finden sich glänzende Interpretationen, ungewollt komische Variationen, faszinierende Umdeutungen ­− auf jeden Fall eine riesige Menge an Perlen, die es mehr als wert sind, den Weg aus den staubigen Archiven ans Tageslicht zu beschreiten.

Wobei diese Zusammenstellung ein erster kleiner Schritt ist: 18 Juwelen aus dem reichhaltigen Fundus des zumeist amerikanischen Jet Set Pop, Now Sound, Easy Listening, Vocal- und Soul-Jazz: Von kleinen unbekannten Lichtern wie der nur für eine einzige Produktion aus Studiomusikern zusammengewürfelten Formation The Assembled Multitude über leidlich bekannte Sängerinnen wie Nancy Ames, deren höchster Charterfolg die Ziffer 89 trug, bis zu Giganten des Vocal Jazz wie Ella Fitzgerald reicht unsere Palette.

Tauchen Sie ein in die FAB FOURTH DIMENSION



Track-by-Track-Linernotes:


The Assembled Multitude: I Want You (She’s So Heavy)

Man möchte meinen, es sei unmöglich, diesem eigentlich eher dramatischen Stück den Blues zu nehmen. The Assembled Multitude haben es geschafft! Obwohl im Pop-Universum eines der kleinsten Lichter, hatte dieses aus Studiomusikern zusammengestellte Muzak-Projekt aus Philadelphia 1970 einen veritablen Chart-Erfolg in den USA mit der Interpretation der „Tommy“-Ouvertüre. Vom Erfolg ermutigt, produzierte die Plattenfirma einen Longplayer, der als krönenden Abschluss diese stoische, aber dadurch extrem entspannte Einspielung von „I Want You (She’s So Heavy)“ enthielt. The Assembled Multitude verschwanden kurz nach der Veröffentlichung ihrer einzigen LP unverdientermaßen in der Versenkung.

Vom Album „One Two/The Assembled Multitude” (1970)

Original vom Album “Abbey Road” (1969)

Gary McFarland: She Loves You

Wie viele seiner Kollegen spielte auch Gary McFarland, einer der meistunterschätzten Jazzmusiker der Sechziger, auf zwei Hochzeiten: Zum einen machte er als Komponist, Produzent und Arrangeur anspruchsvollen Orchester-Jazz, zum anderen bediente er den Massengeschmack mit gefälligem, gleichwohl hoch elaboriertem Easy-Listening-Latin-Jazz. Er war einer der Ersten, der die Beatles für den Jazz entdeckte: Bereits 1964 kam sein Album "Soft Samba" heraus, das neben vielen anderen Pop-Interpretationen auch diese superlässige Bossa-Variante des Shouters „She Loves You“ enthielt. Seine frühen Fans waren entsetzt von dem Album, dafür bekam er viele neue Fans dazu, denn die Verkaufszahlen waren ausgesprochen gut. Tragischerweise starb McFarland bereits 1971 mit 38 Jahren auf mysteriöse Weise in einer New Yorker Bar an einer Methadonvergiftung. Der Film “This Is Gary McFarland. The Jazz Legend Who Should Have Been a Pop Star” hat ihm im Jahr 2006 ein Denkmal gesetzt.
Vom Album “Soft Samba” (1964)
Original: Single “She Loves You/I’ll Get You” (1963)


The Harvey Averne Dozen – The Word

Mit einfachen Mitteln verwandelt der New Yorker Vibraphonist Harvey Averne „The Word“ in einen unwiderstehlichen Groove-Twister: Stur durchgehaltener Synkopenbeat, effektvolle Bläsertupfer und natürlich der Klang des Vibraphons geben dem moll-lastigen Lennon/McCartney-Stück einen fast beschwingten Charakter. Und am Ende darf dann sogar noch mal der Frauenchor „das Wort“ singen. Harvey Averne machte sich in den Fünfzigern unter dem Künstlernamen Harvey Arvito als Latinmusiker einen Namen, wechselte Mitte der Sechziger dann aber zum Crossover von Latin, Soul und Pop und nahm unter dem Namen Harvey Averne nur zwei Platten auf. Beide werden inzwischen zu Höchstpreisen gehandelt.

Vom Album „Viva Soul“ (1968)

Original vom Album “Rubber Soul” (1965)


Nancy Wilson: I Love Him

Zum Glück beschränkte sich die Grand Dame des Vocal Jazz nicht darauf, strikt bei ihrer Domäne zu bleiben, sondern machte oft und gern Ausflüge in die Welt der Popmusik. Denn sonst wäre uns diese Perle vorenthalten geblieben. Distinguiertheit ist wohl das passendste Wort, das einem einfällt, wenn man der Diva dabei zuhört, wie sie das Lennon/McCartney-Stück zelebriert. Das Arrangement ist erfrischend locker und in höchstem Maße elegant, Nancy lässt sich jedes Wort auf der Zunge zergehen, die Geigen setzen belebende Akzente, das Piano perlt ab und zu dazwischen, und der verzögerte Beat gibt dem Ganzen einen unerhörten Groove. Und es ist für eine anständige Dame nur selbstverständlich, dass sie den Titel des Stücks ein kleines Bisschen variieren musste.

Vom Album „A Touch Of Today“ (1966)

Original vom Album „A Hard Day’s Night“ (1964)


Earl Grant: A Hard Day’s Night

Der studierte Pianist und Organist war einer der kommerziell erfolgreichsten Organisten der Sechziger. Als Sänger hatte er sogar den einen oder anderen R&B-Hit. Wegen seiner leicht heiseren Stimme gab es Gerüchte, er sei der Bruder von Nat King Cole – bestätigt werden konnte das allerdings nie. Sein 1967er Album „Bali Ha’i“ enthält neben diversen anderen latinisierten Popsongs auch diese unwiderstehliche Bossa-Version des Beatles-Smashhits. So gemächlich und entspannt Grants Interpretation auch anfängt; gegen Ende bearbeitet er seine Hammond B-3, als reite ihn der Teufel. Sogar ein sich selbst anfeuerndes „Yeah“ kann er am Schluss nicht mehr unterdrücken.

Vom Album „Bali Ha’i“ (1967)

Original vom Album “Beatles For Sale” (1964)

Gershon Kingsley: Paperback Writer

Gershon Kingsley (geboren 1922 als Götz Gustav Ksinski in Bochum) könnte viele Beinamen tragen: Mr. Popcorn, Mr. Moog, Mr. In-Sound From Way Out.

Kingsley hat nicht nur den ersten Moog-Welthit komponiert (eben Popcorn, populär gemacht von der Band Hot Butter), er ist außerdem der Gott des Pop-Synthesizers und einer der virtuosesten Moog-Wizards der Welt, Außerdem hat er den deutschen Fernsehzuschauern so einmalige Titelmelodien wie zur "Pyramide" oder zur Sendung "Babbelgamm" beschert. Ein weiteres seiner musikalischen Highlights ist diese durchgeknallte Version von „Paperback Writer“. In dem Soundgewitter am Ende des Stücks sind sogar schon erste "Popcorn"-ähnliche Moog-Figuren zu erkennen. Raffiniert, Mr. Kingsley!

Vom Album "Music To Moog By" (1969)

Original: Single “Paperback Writer” / “Rain”


Shirley Scott & the Soul Saxes: Get Back

Die „Königin der Orgel“ Shirley Scott verwandelt Paul McCartneys Abrocker in einen wilden Ritt durch den hüftschwingenden Sixties-Beat mit reichlich Soul-Jazz. Als blaskräftige Verstärkung hat sie sich für diese Aufnahme die „Soul Saxes“ King Curtis, Hank Crawford und David Newman geholt. Die fantastisch aufgelegten Musiker können gar nicht genug bekommen und befeuern sich gegenseitig – und selbst wenn der Zuhörer denkt, jetzt könne er sich zur Ruhe setzen, geht es glatt noch mal vor vorn los. Gnade! Mehr Soul und Drive hatte „Get Back“ garantiert nie! John Lennon verbreitete übrigens in einem Interview mal das böse Gerücht, Paul McCartney habe beim Einspielen des Songs jedes Mal, wenn er „Get back to where you once belong“ sang, die ebenfalls im Studio anwesende Yoko Ono angeschaut.

Vom Album „Shirley Scott & the Soul Saxes“ (1970)

Original vom Album “Let It Be” (1970)


Ella Fitzgerald: Savoy Truffle
Wenn die Beatles die Könige des Pop sind, ist Ella Fitzgerald die Königin des Vocal Jazz. Wir haben es hier also mit einer wahrhaft majestätischen Paarung zu tun. Ella verleiht diesem Shuffle aus der Feder George Harrisons, gewidmet der Süßigkeitensucht und den schlechten Zähnen Eric Claptons, noch ein wenig mehr Sleaziness, als es John Lennon vermochte. Bei dieser Art Musik bewegten sich die Fab Four ja ohnehin auf wenig bekanntem Terrain; der „Savoy Truffle“ steht Ella Fitzgerald viel besser zu Gesicht. Sie nahm den Titel übrigens im selben Londoner Studio auf, in dem kurz darauf die Beatles noch ein paar Sessions für ihr Album „Abbey Road“ einspielten.
Vom Album „Ella“ (1969)
Original vom „White Album“ (1968)

The Sandpipers: Things We Said Today

Es gehört zu den untrüglichen Markenzeichen der Sandpipers, dass sie ein Stück Musik, dessen sie sich annehmen, erst mal drastisch verlangsamen. Dann umhüllen sie den Hörer mit der wohligen Sanftheit ihrer samtenen Stimmen und einem watteweichen, ätherischen Arrangement. Letzteres ist ihnen hier besonders gut gelungen. Und mit dem Einsatz des verhallten Klangholzes als Snare-Ersatz waren die Sandpipers schon damals soundmäßig ganz weit vorn. Entdeckt wurden die jungen Herren übrigens vom A&M-Boss und Tijuana-Brass-Trompeter Herb Alpert. Ihr einziger Hit, „Guantanamera“, schaffte es immerhin in den USA und Großbritannien in die Top Ten.

Vom Album "Guantanamera" (1966)

Original vom Album "A Hard Day's Night" (1964)


Clarence Wheeler and the Enforcers: Hey Jude

Dieses Stück Musik eine Coverversion zu nennen wäre vielleicht nicht ganz zutreffend. Es sind vielmehr Variationen über ein paar musikalische Motive aus „Hey Jude“ inklusive gänzlich neuer Parts. Dadurch übertrifft der Tenorsaxofonist Clarence Wheeler das ohnehin schon recht lang geratene Original sogar noch um eine knappe Minute. Strophen und Refrain handelt Wheeler kurz ab, als seien sie lästige Pflichtteile und konzentriert sich auf das Na-na-na-Singalong des letzten Drittels sowie auf freie Interpretationen. Damit ist Wheeler eine der überzeugendensten Umdeutungen dieses berühmten McCartney-Stückes gelungen.

Vom Album „Doin’ What We Wanna“ (1970)

Original-Single: “Hey Jude”/”Revolution” (1968)


Helmut Zacharias: Can’t Buy Me Love

Der deutsche Geigenvirtuose hat, bevor er als dauerlächelnder Seicht-Unterhalter den spießigen Familienshows des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der 70er Jahre seine Ehre erwies, auf einigen Platten bewiesen, dass er eigentlich viel lieber jenseits des Mainstreams seine Brötchen verdient hätte. Ein krasses Beispiel liefert seine Variante von „Can’t Buy Me Love“: Zacharias kann sich nicht entscheiden, ob er das Stück in einem Klassik-Geigenteppich vergraben oder es zu einem wild gewordenen Beat-Stomp machen soll. Beide Stimmungen wechseln einander ständig ab und machen das Ganze reichlich durchgeknallt. Aber das gehörte ohnehin zum Konzept des gesamten Longplayers, dem wir es entnommen haben …

Vom Album „Pop goes Baroque“ (1967).

Original vom Album „A Hard Day’s Night“ (1964)


Sammy Kaye: Eight Days a Week

In den 40ern und 50ern erfreute Sammy Kaye mit seinem Orchester die Herzen all jener Spießbürger, die meinten, Musik gehöre zwar zu einer Unterhaltungsveranstaltung, aber sie solle bloß niemanden stören. Erst als Kaye Anfang der Sechziger den Arrangeur Charles Albertine engagierte, änderte sich der Sound, und zwar gewaltig. Statt langweiligem Einheitsbrei werden deutliche Akzente gesetzt. Bläser und Schlagzeug geben dem Lied (das John Lennon einmal als „lausig“ bezeichnet hat) einen unerhörten Schwung, und die Hammondorgel spielt geradezu entfesselt auf – für Kayes treue Fans muss dieses Arrangement eine Zumutung gewesen sein. Aber für diese Compilation ist sie genau richtig!

Vom Album „Dancetime“ (1965)

Original vom Album “Beatles For Sale” (1964)


Nancy Ames: I Feel Fine

Obwohl sie in ihrer Karriere als Sängerin mehr als ein Dutzend Alben eingespielt hat, erinnert sich die Musikwelt an Nancy Ames vor allem wegen ihrer zwei großartigen Latin-Pop-Alben. Auf dem zweiten davon, “Spiced With Brasil”, befindet sich diese leichtfüßige Brasilisierung von “I Feel Fine”. Die im Refrain zu hörenden Gitarre wird von niemand Geringerem gezupft als von der brasilianischen Legende Laurindo Almeida. Arrangiert hat das Ganze Stu Phillips, der in den siebziger und achtziger Jahren mit solch zweifelhaften Streifen wie “Kampfstern Galactica” als Filmkomponist reüssierte. Dass Nancy Ames hier die Perspektive des Lennonschen Textes umdreht, ist ein zusätzliches raffiniertes Detail dieser Interpretation.
Vom Album “Spiced With Brasil” (1967)
Original als Single “I Feel Fine”/”She’s A Woman” (1964)

The Brothers Four: We Can Work It Out
Als die vier braven Gesangs-”Brüder” aus Seattle, die ihre Karriere bereits 1958 als Studentenband begannen, ihr “Beatles Songbook” aufnahmen, hatten sie den Höhepunkt ihres Erfolgs bereits überschritten. Mit den Coverversionen wollten sie noch mal – im Fahrwasser der British Invasion – daran anknüpfen. Auch wenn die erhoffte Anerkennung ausblieb, so sind ihnen doch zum Teil wunderschöne Interpretationen gelungen. Hier reichern sie das ohnehin schon versöhnliche McCartney-Stück mit einer munteren Mundharmonikamelodie an und geben ihm dadurch eine friedlich-ländliche Stimmung, gerade so, wie die Schwiegermütter es gern haben …

Vom Album „A Beatles Songbook“ (1966)

Original Single: „We Can Work It Out“ / „Day Tripper“ (1965)

Wade Marcus: Something
George Harrisons schwelgerisches Meisterstück – eines der meistgecoverten Stücke überhaupt – in einem sehr gefühlvollen, wenn auch gewagten Dialog aus Harfe, Hammondorgel, einem opulenten Streicherensemble und Wah-Wah-Gitarre, der gegen Ende sogar noch richtig zu grooven anfängt. Wade Marcus begann seine musikalische Laufbahn als Posaunist für Lionel Hampton und stellte später sein Können als Arrangeur solch bedeutenden Labels wie Motown, Stax, MGM, Atlantic und Blue Note in Dienst. Warum er sein Stamminstrument bei dieser Einspielung im Schrank ließ, weiß nur Wade Marcus allein.

Vom Album „A New Era“ (1971)

Original vom Album „Abbey Road“ (1969)


Arif Mardin: Glass Onion

Mit dem Text dieses Stücks hat John Lennon der Musikwelt einige Rätsel aufgegeben und für waghalsige Deutungen gesorgt, obwohl er stets behauptet hat, die Zeilen („The walrus was Paul“) hätten rein gar nichts zu bedeuten. Vielleicht auch deshalb hat sich Arif Mardin – im Hauptberuf Produzent und Arrangeur, unter anderem für Aretha Franklin und die Bee Gees – dazu entschieden, den Gesang durch eine verzerrte E-Gitarre zu ersetzen. Aus dem eher spannungsarmen Original macht Arif Mardin einen vorwärtsdrängenden Beat mit hämmerndem Piano, baut einen nicht vorhergesehene Psychedelik-Teil ein und gibt dem Stück einen Drive, der dem Vorbild um Längen überlegen ist. Man achte außerdem auf die Schlusssequenz: Hier scheint zu guter Letzt noch der Wahnwitz kurz guten Tag gesagt zu haben…

Vom Album „Glass Onion“ (1969)

Original vom „White Album“ (1968)


Dick Hyman: Love Me Do

Gaaanz gemächlich geht der Tasten-Tausendsassa Dick Hyman den allerersten Beatles-Hit an. Fast schon behäbig wirkt der schleppende Beat und das Orgelspiel. Doch Vorsicht: Mr. Hyman weiß, was er tut: Mit dem stur durchgehaltene Strut verleiht er dem eigentlich heiteren Stück Musik eine unerhörte Coolness – lässiger kann man dieses Lied nicht interpretieren. In Ermangelung eines Pitch-Bend-Knopfes griff Hyman hier auf einen Effekt an seiner Lowrey-Orgel zurück, der eigentlich dazu gedacht war, einen Hawaiigitarren-Sound zu imitieren. Damit konnte man eine Note zwar nur erhöhen, doch der Blues-Effekt funktioniert. Kompliment, Mr. Hyman. (Produziert wurde das Ganze vom Space-Age-Pop-Meister Enoch Light.)

Vom Album "Keyboard Kaleidoscope" (1964)

Original vom Album “Please Please Me” (1963)


The Lettermen: I’m Only Sleeping

Das stimmlich immer hervorragend aufgelegte Vokaltrio The Lettermen, Spezialisten für weichgespülten Middle-of-the-Road-Pop, die in den frühen 60er Jahren ein paar Single-Hits verbuchen konnten, fragten sich bei „I’m Only Sleeping“ offenbar, ob man die Aussage des Titels musikalisch besser zum Ausdrucke bringen kann, indem man das Lied so richtig schläfrig präsentiert. Und tatsächlich: Sie konnten. Bei dieser Version möchte sich der Hörer sofort in die Horizontale begeben und wohlig die Töne über sich rieseln lassen. (Am Rande bemerkt, wundert man sich, warum die Lettermen dem Longplayer, auf dem sie „I’m Only Sleeping“ unterbrachten, die Nummer 1 gegeben haben, wo es doch ihr letztes reguläres Album für die nächsten 18 Jahre war …)

Vom Album „The Lettermen 1“ (1972)

Original vom Album “Revolver” (1966)